Sprache im Plural beschreibt Gott
Das Plural-Subjekt Adonai
Nach Dr. Arnold G. Fruchtenbaum, Direktor von Ariel Ministries:
Wann immer das Wort (Adonai) von Gott gebraucht wird, steht es im Plural. Die Einzahlform wird von Gott nie gebraucht.1
Das Schema ist beständig, und das Tor bleibt offen für die Idee, daß der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs eine komplexe, unteilbare Einheit ist.
Plural-Pronomen
Auch Plural-Pronomen werden für Gott gebraucht. Beispielsweise steht in 1.Mose 1,26:
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.2
Die Pluralpronomen „uns“ in diesem Zitat beziehen sich auf Gott. Der Gebrauch des Plurals in 1.Mose 1,26 ist bei den jüdischen Kommentatoren bekannt. Sie haben verschiedene Erklärungen vorgeschlagen:
Engel (Raschi, Midrasch), Gott und die Erde (Rambam), alle Geschöpfe (Wilna Gaon), Majestätsplural (viele), die Seelen der ungeborenen Gerechten (Genesis Rabbah), Plural der Beratung (Genesis Rabbah), verschiedene Aspekte innerhalb des Wesens Gottes (Zohar), das Wort Gottes (Targumim).3
Der Gebrauch des Plurals ist bekannt, weil er „offensichtlich eine große Schwierigkeit darstellt für die Erwägung des ‚Einsseins‘ und der ‚Einheit‘ des Allmächtigen.“4
Der Mangel an Konsequenz und die Verschiedenheit der Erkärungen deuten auf Unsicherheit und fehlende Übereinstimmung bei der Antwort auf diese „große Schwierigkeit“ hin. Es gibt aber keine große Schwierigkeit, wenn das Einssein und die Einheit des Allmächtigen eine komplexe, unteilbare Einheit ist. Andere Beispiele enthalten 1.Mose 3,22; 11,7; und Jesaja 6,8.
Plural-Partizipien
Eine andere Beweislinie ist, daß Gott auch durch Plural-Partizipien beschrieben wird. Zum Beispiel sagt Jesaja 54,5:
Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann – HERR Zebaoth heißt sein Name - , und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird.5
Die Ausdrücke „dich gemacht hat“ und „ist dein Mann“ sind Plural im hebräischen Text und bedeuten wörtlich „deine Macher“ und „deine Männer“. Sie beziehen sich auf Gott. Dann wendet sich der Vers zurück zum Singular und sagt „sein Name“. Er enthält dann in der letzten Zeile wieder einen Plural, das Wort „Gott“. Schließlich endet er mit einem Singular bei „genannt wird“. Das Wechselspiel zwischen Singular und Plural wäre angemessen, wenn das Wesen Gottes eine komplexe, unteilbare Einheit darstellt.
Dr. Michael Brown teilt uns zwei Gedanken mit darüber, wie die Bibel Gott mit Plural-Ausdrücken beschreibt:
Während also diese Hinweise auf Gott, unseren HERRN, im Plural in keiner Weise den Glauben an die Dreieinigkeit beweisen, so sind sie doch in perfekter Harmonie mit allem, was wir hier festzustellen versuchen, nämlich daß die Einheit des HERRN irgendwie komplex ist.
… diese Verse schließen solchen Glauben ganz bestimmt nicht aus.6
1 Fruchtenbaum, A.G., The Trinity Radio Manuscript #50 (Tustin, CA., Ariel Ministries, 1983), p. 5
2 Tanakh: The Holy Scripture, Genesis 1:26
3 Harvey, Richard, Issues (Perlman, Susan, ed.), "A Look at the Trinity From a Messianic Jewish Perspective"(San Francisco, CA), vol. 10.8, pp. 5-8
4 Pelcovitz, Rabbi Raphael, Sforno, A Commentary on the Torah (Brooklyn, NY: Mesorah Publications, 1987),vol. 1, p. 17
5 Tanakh: The Holy Scriptures, Isaiah 54:5
6 Brown, Dr. Michael, Answering Jewish Objections to Jesus (Grand Rapids: Baker Books, 2000), p. 10

