Euer Gott hat schmutzige Windeln
DER VORWURF DER ANTI-MISSIONARE:
Das Konzept der Menschwerdung ist anstößig für den Menschen und herabwürdigend für Gott.
HADAVARS ANTWORT:
Gott mit uns.
Haben Sie je darüber nachgedacht, was es Gott gekostet hat, mit uns zu sein?
Wir bekamen, wie ich es nennen möchte, „regelmäßige Spinner-Anrufe“ von einem Mann, der außer sich war bei dem Gedanken, Gott sei im Fleisch auf die Erde gekommen. Er hinterließ lange Botschaften, in denen er uns auf mancherlei kuriose Weise fragte, ob wir wirklich glauben würden, Gott habe sich in eine Lage gebracht, in der er schmutzige Windeln tragen mußte.
Viele Juden nehmen Anstoß an der Idee eines Fleisch gewordenen Gottes, weil sie irrtümlicherweise meinen, das bedeute, irgend eine Person könne Gott werden. Aber unser regelmäßiger Spinner-Anrufer verstand es besser, und so stieß er sich sogar noch mehr daran!
Ist es Eifer für die Heiligkeit Gottes, wenn manche Leute bezweifeln, daß Gott so weit ging, um uns zu retten? Vielleicht. Oder vielleicht auch nicht.
Möglicherweise haben Sie ein Buch von C.S. Lewis gelesen, das „Dienstanweisung an einen Unterteufel“ (The Screwtape Letters) heißt. Es ist eine erfundene Geschichte, aber voller Tatsachen. The „Dienstanweisungen“ (Letters) sind eine hypothetische Kommunikation zwischen zwei Dämonen. Was immer und immer wieder hervortritt, ist die höllische Empörung über Gottes Liebe zu den Menschen. Manchmal scheinen die Dämonen fast in Verlegenheit zu sein, weil Gott sich herabläßt und sich um solche erbärmlichen und Mitleid erregenden Geschöpfe wie uns kümmert.
Was die Hölle nicht verstehen kann und auch nicht die Menschheit, es sei denn durch Gottes Gnade, ist, daß Gott sich nicht selbst erniedrigen mußte, indem Er herabstieg und zu uns im Fleisch kam. Er erhob uns. Ist es ein Wunder, wenn auch die Engel das zu schauen begehren? (1.Petrus 1,12).
Gott ertrug den Schmutz und Gestank, nicht nur vom körperlichen Abfall, sondern von der Nähe zu einer geistlich verfaulenden Menschheit. Haben Sie sich jemals gefragt, wie Er den Geruch der Sünde aushalten konnte, die Ihm in Seinem heiligen Nacken saß?
Er kam, um wundgelaufene und schmutzige Füße zu haben, um versucht zu werden und Sein eigenes Verlangen beiseite zu stellen. Er kam, um verachtet zu werden von Leuten, die nicht wert waren, ihre Augen auf Ihn zu richten, geschweige denn, das Gericht zu umgehen.
Dies ist das Geheimnis, das Gott für uns ertrug, das wir nicht voll verstehen werden, bis wir Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Wie können wir den Vollkommenen begreifen, der all das Leiden erdulden mußte, das Er niemals verdient hat? Aber Jesus, der Fleisch gewordene Gott, ertrug alles, was unter Seiner Würde war, um uns nach oben in den Himmel zu erheben.
Denen, die Ihn nicht kennen, mag die Menschwerdung wie eine absurde Entwürdigung erscheinen. Aber bei dem allen verlor Gott nichts. Er brauchte das, was manche für eine Entwürdigung halten, um unserer gefallenen Rasse Würde zu bringen.
Diese Liebe, die die Dämonen verspotten und der die meisten Menschen kein Vertrauen entgegenbringen können, hat die Kraft zu reinigen. Wenn Licht die Dunkelheit berührt, so wird die Dunkelheit hell. Wenn Gott uns berührt, dann wird nicht Er schmutzig, sondern wir werden rein. Wenn wir Seinen Verheißungen vertrauen, dann adoptiert er uns als Sein Eigentum.
Warum sind manche so aufgeregt über die Liebe, mit der Gott uns überschüttet hat? Vielleicht, weil die einzige Wahl, die uns bleibt, darin besteht, daß wir in Verlegenheit gebracht – oder gedemütigt – werden von Seinen herrlichen, vollendeten Gnadenhandlungen um unsertwillen.
Gott schenke uns die Demut, wahrhaftig und gründlich all das anzuerkennen, was Seine Ankunft bedeutet.
Freudig, freudig beten wir Ihn an!
- Ruth Rosen, Editorin -

